Mit einem einfachen KI-Verzeichnis beginnen
Halten Sie für jede Anwendung Anbieter, Nutzerkreis, Zweck, eingegebene Daten und Einfluss auf Entscheidungen fest. Ein einzelner Chatbot als Schreibhilfe ist anders zu bewerten als Software, die Bewerber einstuft oder Kreditentscheidungen unterstützt. Ohne diesen Überblick lassen sich Risiken, Verträge und erforderliche Kontrollen kaum zuverlässig beurteilen.
Zwischen Hilfsmittel und Entscheidung unterscheiden
Viele Anwendungen in KMU unterstützen beim Schreiben, Zusammenfassen oder Suchen. Sobald KI Menschen bewertet, Zugänge bestimmt oder Entscheidungen wesentlich beeinflusst, können strengere Regeln gelten. Die Europäische Kommission weist darauf hin, dass einzelne Vorschriften für Hochrisiko-Anwendungen später gelten. Datenschutz-, Arbeits- und Antidiskriminierungsrecht sind jedoch bereits zu beachten.
Verantwortung festlegen
Benennen Sie für jede Anwendung eine prozessverantwortliche Person. Sie überwacht Arbeitsanweisungen, zulässige Daten, menschliche Kontrolle, Vorfälle und Änderungen beim Anbieter. So bleibt KI kein loses Experiment einzelner Mitarbeitender, sondern wird zu einem kontrollierten Bestandteil des Arbeitsprozesses.
Praktische Checkliste
- Alle eingesetzten KI-Tools erfassen.
- Zweck, Daten und verantwortliche Person dokumentieren.
- Anwendungen mit Einfluss auf Menschen gesondert bewerten.
- Eine kurze Neubewertung pro Quartal einplanen.
Quellen und weitere Informationen
- Europäische Kommission — KI-Verordnung und aktueller Zeitplan ↗
- KVK — Ein klares KI-Regelwerk für das Unternehmen ↗
Dieser Artikel enthält allgemeine praktische Informationen und stellt keine Rechtsberatung dar. Prüfen Sie Pflichten immer im Zusammenhang mit Ihrer eigenen Anwendung.